Nintendo Co., Ltd. hat am 1. August 2025 die konsolidierten Finanzkennzahlen für das erste Quartal des am 31. März 2026 endenden Geschäftsjahres veröffentlicht und damit zum ersten Mal offizielle Verkaufszahlen zur Switch 2 genannt, die am 5. Juni 2025 erschienen ist. In den drei Monaten bis zum 30. Juni 2025 gingen 5,82 Millionen Einheiten der neuen Konsole über die Theke. Der Nettoumsatz kletterte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 132,1 Prozent auf 572,3 Milliarden Yen und hat sich damit mehr als verdoppelt.
Der Verkaufsstart der neuen Hardware bestimmt die komplette Quartalsbilanz. Das operative Ergebnis wuchs um 4,4 Prozent auf 56,9 Milliarden Yen, der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zurechenbare Gewinn legte um 18,6 Prozent auf 96,0 Milliarden Yen zu. Dass das Betriebsergebnis nur mäßig steigt, der Konzerngewinn aber kräftig, hat seine Ursache vor allem in Posten unterhalb der operativen Ebene. Eine Konsoleneinführung verursacht hohe Anlaufkosten, etwa für Vertrieb und Marketing, dazu kommen die anfangs dünnen Margen auf der Hardware selbst. Beides bremste den operativen Gewinn, obwohl der Umsatz sprunghaft zulegte.
Alte Switch im Sinkflug, Mario Kart World als Zugpferd
Die 5,82 Millionen verkauften Switch-2-Einheiten sind der stärkste Konsolenstart in der Firmengeschichte. Parallel ging der Absatz der ursprünglichen Switch wie erwartet zurück, um 53,5 Prozent auf 0,98 Millionen Einheiten. Insgesamt kam die erste Switch-Generation zum Stichtag auf 153,10 Millionen verkaufte Geräte. Bei der Software wurden 8,67 Millionen Switch-2-Titel abgesetzt, den Löwenanteil davon stellt der Launch-Titel Mario Kart World mit 5,63 Millionen Einheiten. Ein guter Teil davon entfällt auf das Bundle mit der Konsole. So eng hängen Hardware-Absatz und Software-Verkäufe in den ersten Wochen eines neuen Geräts zusammen. Wer tiefer in die Hardware-Strategie einsteigen möchte, findet bei XboxDev weitere Analysen zum Konsolenmarkt.
Prognose bleibt trotz Umsatzsprung gleich
Auffällig ist, dass Nintendo seine Jahresprognose trotz des starken Auftaktquartals zunächst nicht angehoben hat. Das Unternehmen verwies auf die übliche Saisonalität: Das Weihnachtsquartal trägt traditionell den größten Teil der Jahresverkäufe. Hinzu kommen Unsicherheiten bei den Produktionskapazitäten und den Wechselkursen. Der digitale Umsatz lag bei 69,8 Milliarden Yen und damit 13,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das hat mit dem Wechsel zwischen den Hardware-Generationen und der veränderten Zusammensetzung des Software-Geschäfts zu tun. Die kompletten Detailzahlen sind den offiziellen Investor-Relations-Unterlagen zu entnehmen.
