PIX 2306.21-preview: erste Debugging- und Profiling-Unterstützung für D3D12 Work Graphs

Das PIX-Team hat am 22. Juni 2023 die Version 2306.21-preview von PIX on Windows veröffentlicht. Die Vorabversion bringt zum ersten Mal Debugging- und Profiling-Funktionen für Work Graphs, ein neues Feature von Direct3D 12, das am selben Tag angekündigt wurde. Geschrieben hat den Blogbeitrag Austin Kinross, Engineering Manager im Team. Profiling und Debugging von Work Graphs laufen laut Ankündigung auf allen kompatiblen GPUs.

Work Graphs erlauben es der GPU, Arbeit selbst zu erzeugen und zu planen, ohne dass die CPU bei jedem Schritt eingreift. Ein Teil der Steuerlogik wandert damit in den Grafikprozessor, und genau das stellt neue Anforderungen an die Werkzeuge zur Fehleranalyse. Hier setzt PIX an und macht die vorher schwer einsehbaren Abläufe innerhalb eines Work Graph nachvollziehbar.

Neue Ansichten für die Fehlersuche

Die Vorabversion bringt mehrere Ansichten mit, die auf die Struktur von Work Graphs zugeschnitten sind. Die Event-Details-Ansicht zeigt die Parameter von DispatchGraph-Aufrufen. Die Local-Root-Arguments-Table-Ansicht (LRAT) stellt das Layout der Tabelle samt der Interpretation durch die GPU dar, ordnet Shader den jeweiligen Indizes zu und gibt die lokalen Root-Parameter aus. Über Node Inputs lassen sich die rohen Bytes einsehen, die an die initialen Nodes übergeben werden, egal ob über CPU-Daten oder über GPU-Buffer.

Dazu kommt die API-Objects-Ansicht. Sie listet die in ausführbaren State Objects verwendeten Subobjekte auf, interpretiert implizite und explizite Verknuepfungen und zeigt die zu den Shadern gehörenden Root-Signaturen an. PIX deckt damit die zentralen Datenstrukturen ab, ohne die sich ein Work Graph kaum verstehen lässt.

Was beim Profiling möglich ist und für wen

Beim Profiling gibt es grundlegende Zeitmessungen mit ToP-EoP- und EoP-EoP-Dauern. Die Event-List-Counter liefern hardwarespezifische Herstellermetriken, und die Timeline-Counter erlauben das Graphing von Low-Level-Zählern. Timing Captures führen GPU- und CPU-Profiling-Daten in einer gemeinsamen Darstellung zusammen.

Das PIX-Team raet ausdrücklich, die Vorabversion nur dann einzusetzen, wenn man mit D3D12-Preview-Features wie Work Graphs oder GPU Upload Heaps arbeitet. Für den normalen Betrieb bleibt die aktuelle Hauptversion die richtige Wahl. Welche GPUs unterstützt werden und welche weiteren Voraussetzungen gelten, steht in der Prerequisites-Dokumentation der D3D12-Work-Graphs-Preview. Zu finden ist die Vorabversion über die Download-Seite von PIX on Windows.

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