NVIDIA bringt RTX-Neural-Rendering in den RTX-Branch von Unreal Engine 5

NVIDIA gibt Entwicklern von Unreal Engine 5 mehr Werkzeuge für neuronales Rendering an die Hand. Wie der Hersteller am 2. Juni 2025 im NVIDIA Technical Blog mitteilte, wandern RTX Neural Shaders und das aktualisierte RTX Kit in den RTX-Branch der Engine, kurz NvRTX. Die Ankündigung fiel auf die Unreal Fest Orlando 2025 und knuepft an die neuronalen Shader-Verfahren an, die zur CES 2025 gezeigt wurden.

Mit RTX Neural Shaders lassen sich kompakte neuronale Netze direkt in Shader einbetten. Das komprimiert große Texturdaten stärker und berechnet komplexe Materialien in Echtzeit. Dazu kommt das RTX Kit in Version 2025.3, das unter anderem Opacity Micromaps (OMM), Shader Execution Reordering (SER), RTX Mega Geometry und RTX Texture Streaming bundelt. NVIDIA nennt für OMM eine bis zu 2,3-fache und für SER eine bis zu 2-fache Leistungssteigerung bei den jeweils betroffenen Arbeitslasten.

Cooperative Vectors als technische Grundlage

Die Beschleunigung der neuronalen Shader hängt an der Preview des Microsoft DirectX 12 Agility SDK mit dem Feature Cooperative Vectors. Über diese Schnittstelle greifen Entwickler aus DirectX-Shadern heraus direkt auf die Tensor Cores der RTX-GPUs zu. So laufen KI-gestützte Grafikberechnungen über dedizierte Recheneinheiten, was die Inferenzschritte für neuronales Rendering schneller macht. Nötig sind dafür eine RTX-GPU und ein aktueller Preview-Treiber.

Was NVIDIA neben den Shadern noch mitliefert

Der RTX-Branch von Unreal Engine 5 ist eine von NVIDIA gepflegte Engine-Variante, in der aktuelle Arbeiten zu Raytracing und neuronaler Grafik zusammenlaufen. Zur Ankündigung verweist der Hersteller auf weitere Komponenten: das Transformer-basierte Modell von DLSS 4 für Multi Frame Generation, Ray Reconstruction und Super Resolution sowie das diffusionsbasierte Audio2Face-3D 3.0 für Gesichtsanimation und Lippensynchronisation. Wer tiefer in DLSS 4 einsteigen will, findet bei XboxDev eine eigene Übersicht zum Thema. Die einzelnen Bausteine liegen im RTX Kit, dessen Ressourcen NVIDIA auf der Entwicklerseite bereitstellt.

Weitere News

Weitere News

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein