PlayFab unterstützt native Battle.net-Logins als zusätzlichen Identitätsanbieter

Wer mit Microsofts Backend-as-a-Service-Plattform arbeitet, kann seine Spielerkonten ab sofort über Battle.net anmelden lassen. Aus dem PlayFab-Digest mit den August-Feature-Updates, den das Microsoft Game Dev Team am 3. September 2025 veröffentlicht hat, geht hervor, dass Battle.net nun als weiterer Identitätsanbieter bereitsteht. Studios müssen dafür keine eigene Anbindung an das Blizzard-Ökosystem mehr bauen. Die ganze Sache betrifft PlayFab, das Microsoft seit Längerem monatlich um neue Funktionen erweitert.

Technisch läuft die Anmeldung über die API-Methode LoginWithBattleNet. Sie nimmt ein Battle.net-Identitätstoken per POST-Anfrage am Client-Endpunkt der jeweiligen Title-ID entgegen. Für die Einrichtung installieren Entwickler das Battle.net-Add-on im PlayFab Game Manager und hinterlegen eine Client-ID für den Spielclient, bei Bedarf zusätzlich eine für den Spielserver. Soll ein Battle.net-Konto mit einem bestehenden PlayFab-Konto verbunden werden, gibt es dafür die Methode LinkBattleNetAccount. Vorausgesetzt wird ein Battle.net-Entwicklerzugang über das zugehörige Entwicklerportal.

Community-Statistiken und konfigurierbare Event-Optionen

Neben der Battle.net-Anbindung bringt das August-Digest die Community-Statistiken. Diese Funktion rechnet einzelne Spielerwerte automatisch zu Gesamtwerten auf Titelebene zusammen. So lassen sich gemeinschaftliche Ziele abbilden, deren Fortschritt sich in Echtzeit in der eigenen Oberfläche, in LiveOps-Dashboards und in In-Game-Nachrichten anzeigen lässt. Eine eigene Dateninfrastruktur ist dafür nicht nötig.

Auch die Dienste für Leaderboards und Statistiken bekommen optionale PlayStream- und Telemetrie-Events. Entwickler wählen selbst, welche Ebene der Echtzeit-Verarbeitung zum jeweiligen Spiel passt: PlayStream-Events nehmen Ereignisse auf und erlauben anpassbare Aktionen, Telemetrie dient der Analyse, und wer beides nicht braucht, schaltet die Events komplett ab.

Studio-Verwaltung mit neuer Löschfunktion

Auf der Verwaltungsseite kommt eine Funktion zum Löschen eines Studios hinzu. Studio-Administratoren stoßen den Vorgang direkt über die Studio-Einstellungen an. Nach der Auswahl von Delete Studio und einer Bestätigung im Dialog landet das Studio in der Löschvormerkung, die finale Abrechnung läuft dann zum regulären Abrechnungszyklus. Damit setzt Microsoft die monatlich im Digest-Format dokumentierte Weiterentwicklung der Plattform fort.

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