Start Inside Xbox Xbox Live: 49,95 US-Dollar für ein Jahr Online-Dienst als Abo-Modell

Xbox Live: 49,95 US-Dollar für ein Jahr Online-Dienst als Abo-Modell

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Xbox Live: 49,95 US-Dollar für ein Jahr Online-Dienst als Abo-Modell
Xbox Live: 49,95 US-Dollar für ein Jahr Online-Dienst als Abo-Modell - Bild: Microsoft

Microsoft hat am 13. August 2002 angekündigt, den Online-Dienst am 15. November 2002 zu starten, dem ersten Jahrestag des US-Konsolenstarts. Bemerkenswert war die Verkaufsform. Statt eines kostenlosen Basisdienstes verlangte Microsoft von Anfang an ein kostenpflichtiges Abonnement. Der Zugang lief ausschließlich über das Xbox Live Starter Kit zum empfohlenen Verkaufspreis von 49,95 US-Dollar. Im Paket steckten eine Jahreslaufzeit, ein Xbox-Communicator-Headset und ein Mini-Titel. Damit lag der Online-Dienst preislich auf dem Niveau eines einzelnen Vollpreisspiels, wie Microsoft sein Konzept rund um Xbox Live aufzog.

Was hinter dem 49,95-Dollar-Paket steckte

Hardware, Software und Laufzeit in einer Box zu bündeln, hatte einen klaren Zweck. Über den Verkauf im Einzelhandel, laut Ankündigung in mehr als 5.000 US-Verkaufsstellen, erreichte Microsoft auch Haushalte ohne Kreditkarte und schuf einen greifbaren Kaufanlass direkt am Regal. Das beigelegte Communicator-Headset senkte zugleich die Hürde für die Sprachkommunikation, die Microsoft als Verkaufsargument anführte. Der Preis von 49,95 US-Dollar deckte das erste Jahr ab. Über die spätere Verlängerung der Abonnements rechnete Microsoft mit planbaren, wiederkehrenden Einnahmen. Wichtig war auch die zentrale Abrechnung. Microsoft übernahm Hosting, Netzwerkbetrieb, Sicherheit und Billing selbst, sodass die Publisher sich auf die Inhalte konzentrieren konnten. Die Betriebskosten des Online-Geschäfts lagen damit beim Plattforminhaber.

Breitbandpflicht, vier Rechenzentren und der Startkatalog

Xbox Live setzte ausschließlich auf Breitbandanschlüsse und ließ den damals noch verbreiteten Schmalbandzugang bewusst außen vor. Das schränkte die mögliche Zielgruppe zum Start ein, vereinfachte aber Betrieb und Spielqualität. Für den Betrieb richtete Microsoft vier Rechenzentren ein: zwei in Seattle, je eines in London und Tokio. Schon in der Infrastruktur war der internationale Ausbau angelegt. Zum Start standen mindestens sieben Titel bereit, darunter Unreal Championship, Tom Clancy’s Ghost Recon, MechAssault, NFL 2K3, NBA 2K3, NFL Fever 2003 und Whacked!. Bis zum Ende des Weihnachtsgeschäfts sollten bis zu zehn weitere Spiele folgen. Nordamerika startete am 15. November, Europa und Japan zogen zu einem späteren, gesondert anzukündigenden Zeitpunkt nach. An der Beta-Phase nahmen über 100.000 registrierte Tester teil, von denen mehr als 10.000 für die abschließende Testphase ausgewählt wurden.

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