Der nächste Hauptableger von Call of Duty wird ein neuer Modern-Warfare-Titel. Das haben die Co-Studioleiter Mark Grigsby und Jack O’Hara am 21. Mai 2026 in der Podcast-Reihe COD POD: Off Duty selbst bestätigt. Den Jahrgang 2026 beschreiben sie als das, was das Studio für das definitive Modern Warfare hält. Activision und Infinity Ward griffen die Aussagen danach über ihre offiziellen Kanäle auf. Einen Titel, einen Trailer oder ein Erscheinungsdatum gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Moderiert wird das interne Format COD POD: Off Duty von Isaac Guignard, Communications Manager bei Infinity Ward, angelegt als kurzes Interviewformat. Für das Studio ist es der erste eigenentwickelte Hauptableger seit Call of Duty: Modern Warfare II aus dem Jahr 2022. Dass die Wahl erneut auf Modern Warfare fällt, hat Gewicht: Seit dem Neustart 2019 ist das die kommerziell tragende Submarke der Reihe, und Infinity Ward übernimmt damit wieder selbst die Federführung. Die nächsten Details zu Call of Duty samt Spielszenen kündigte das Studio für den Xbox Games Showcase am 7. Juni 2026 an.
Schluss mit PS4 und Xbox One
Activision zieht mit dem Titel einen Schlussstrich unter die vorige Konsolengeneration. Der neue Modern-Warfare-Ableger erscheint nicht mehr für PlayStation 4 und Xbox One, sondern für PlayStation 5, Xbox Series X und Series S sowie PC. Dazu kommt eine bestätigte Umsetzung für die Nintendo Switch 2. Damit fällt die Bandbreite weg, die jahrelang durch die parallele Pflege der älteren Hardware vorgegeben war. Ohne die alte Generation hat das Studio mehr Luft bei Engine-Anforderungen und Speichervorgaben.
Game Pass erst rund ein Jahr nach Release
Parallel zur Ankündigung greift eine veränderte Vertriebslogik im Microsoft-Ökosystem. Schon zuvor hatte Microsoft kommuniziert, dass neue Call-of-Duty-Titel nicht mehr direkt zum Marktstart in den Xbox Game Pass wandern. Der Ableger 2026 soll dem Abonnementdienst erst rund ein Jahr nach Veröffentlichung beitreten. Wer zum Erscheinungstermin spielen will, muss das Spiel separat kaufen. Mit dieser Trennung von Vollpreisverkauf und späterer Aufnahme rückt Activision vom anfangs nach der Activision-Blizzard-Übernahme erwarteten Day-One-Modell ab und stellt den Titel wieder ins klassische Verkaufsmodell.