Microsoft Flight Simulator 2024 startet mit massiven Server- und Streaming-Problemen

Microsoft und das Entwicklerstudio Asobo haben am 19. November 2024 den neuen Flight Simulator 2024 für PC, Xbox Series X und S sowie für Xbox Cloud Gaming veröffentlicht. Für einen großen Teil der Spieler ging dabei einiges schief. Viele blieben in Warteschlangen hängen, der Ladebalken stoppte oft bei rund 97 Prozent, und Inhalte wie Flugzeuge oder Streaming-Assets kamen nur schleppend oder gar nicht an. Wie viel die Reihe inzwischen für das Geschäft von Microsoft bedeutet, zeigt auch ein Blick auf die Microsoft Flight Simulator-Verkaufszahlen der vergangenen Jahre.

Ein Großteil der Daten kommt diesmal direkt vom Server. Anders als der Vorgänger lädt der Flight Simulator 2024 viele Assets erst zur Laufzeit aus der Cloud, statt sie vorab lokal zu installieren. Laut Team lag das Problem nicht an den Kernservern oder am Client selbst, sondern an der Verteilungs- beziehungsweise Content-Delivery-Schicht, die der Nachfrage zum weltweiten Start nicht gewachsen war. Weil das Spiel in allen Zeitzonen gleichzeitig freigeschaltet wurde, entstand eine Lastspitze weit jenseits der eingeplanten Kapazität.

Neumann entschuldigt sich, erster Hotfix folgt

Jorg Neumann, Leiter von Microsoft Flight Simulator, entschuldigte sich öffentlich für den Start und nannte die Spielerfahrung der ersten Tage schlicht inakzeptabel. Das Team arbeite rund um die Uhr an einer Lösung. Wenige Tage nach dem Release ging ein erster Hotfix raus, der für mehr Stabilität sorgen sollte. Gleichzeitig baute das Studio die Infrastruktur auf der Verteilungsebene aus, um die vielen gleichzeitigen Anfragen überhaupt abarbeiten zu können.

Server stabil, weitere Patches im Dezember

In einem späteren Entwicklungsupdate meldete das Studio, die Probleme mit Zugang und Streaming seien behoben. Die Kapazität der Verteilungsschicht wurde erhöht, die Zuverlässigkeit liege nun bei über 99,99 Prozent, Server und Dienste liefen wieder wie geplant. Für die Woche ab dem 2. Dezember sowie ab dem 9. Dezember kündigte das Team weitere Patches an, mit zusätzlichen Stabilitäts- und Fehlerkorrekturen. Der Fall zeigt, wie sehr cloudgestützte Spiele von einer ausreichend dimensionierten Auslieferungsinfrastruktur abhängen. Den genauen technischen Stand gibt es im offiziellen Entwicklungsupdate des Studios nachzulesen.

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