Im August 2024 gaben US-Verbraucher rund 4,12 Milliarden US-Dollar für Videospiele aus, sieben Prozent weniger als im selben Monat des Vorjahres. Die Zahlen hat das Marktforschungsunternehmen Circana am 19. September 2024 veröffentlicht. Branchenanalyst Mat Piscatella sprach von einer im Sommer üblichen Schwächephase, die vor allem auf den Hardwarebereich zurückging.
Konsolenverkäufe brechen um mehr als ein Drittel ein
Am härtesten traf es die Hardware. Hier lag das Minus bei 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Jede einzelne Konsolenplattform verlor mindestens 34 Prozent. Die Nintendo Switch sackte mit minus 41 Prozent am tiefsten ab. Bei einer Konsole, die seit 2017 im Handel ist und deren Nachfolger erwartet wird, ist das wenig erstaunlich. Bei Umsatz und Stückzahl lag im August weiterhin die PlayStation 5 vorn. Das Zubehörsegment gab drei Prozent nach.
Für Inhalte gaben die Käufer 3,739 Milliarden US-Dollar aus, fünf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Anders sah es im Mobile-Bereich aus. Dort stiegen die Umsätze um fünf Prozent und glichen damit einen Teil der Verluste in den anderen Kategorien aus.
Madden führt die Charts seit 25 Jahren an
Meistverkauftes Spiel des Monats war Madden NFL 25, dahinter folgten EA Sports College Football 25 und Star Wars Outlaws. Laut Circana führte ein Madden-Titel damit zum 25. Mal in Folge den August an, gerechnet ab Madden NFL 2001. Black Myth: Wukong fehlte in der Wertung. Der Publisher gab keine digitalen Verkaufszahlen heraus, sodass nur physische Exemplare in die Erhebung kamen.
Auf die Entwicklung im Juli hatte Circana bereits in der vorherigen US-Markt-Auswertung hingewiesen. Für das Gesamtjahr 2024 rechnete Circana ohnehin mit einem schrumpfenden Markt, und die Augustzahlen passen in dieses Bild. Die schwachen Hardwareverkäufe erklärte das Unternehmen vor allem mit den weit fortgeschrittenen Lebenszyklen der aktuellen Konsolengeneration. Die kompletten Marktdaten finden sich im verlinkten Beitrag von Mat Piscatella.
