Microsoft FY2024 Q3: Xbox Content and Services legt 62 Prozent durch Activision-Konsolidierung zu

Microsoft hat am 25. April 2024 die Zahlen zum dritten Geschäftsquartal des Fiskaljahres 2024 (Quartal endend am 31. März 2024) vorgelegt. Der Gesamtumsatz lag bei 61,9 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis kam auf 27,6 Milliarden US-Dollar und wuchs um 23 Prozent. Im Gaming-Bereich machte sich erstmals in vollem Umfang die im Oktober 2023 abgeschlossene Übernahme von Activision Blizzard bemerkbar. Der Umsatz mit Xbox Content and Services kletterte um 62 Prozent.

Activision treibt das Gaming-Geschäft an

Insgesamt legte der Gaming-Umsatz nach Angaben von Microsoft um 1,8 Milliarden US-Dollar zu, das entspricht 51 Prozent. Den Löwenanteil steuerte Xbox Content and Services bei, wo die Erlöse um 62 Prozent stiegen. Allein 61 Prozentpunkte dieses Wachstums gehen auf den Nettoeffekt der Activision-Konsolidierung zurück. Wer hinter den Zahlen die Spielmarken sucht: Das mit der Übernahme dazugekommene Geschäft schlägt sich operativ im Segment More Personal Computing nieder, das auf einen Umsatz von 15,6 Milliarden US-Dollar kam und ebenfalls um 17 Prozent wuchs. Die teure Akquisition hatte Microsoft schon im Vorfeld einen Aktionärsstreit eingebracht.

In die andere Richtung zeigte das Hardware-Geschäft. Der Umsatz mit Xbox-Hardware sackte um 31 Prozent ab, was Microsoft auf ein geringeres Verkaufsvolumen bei den Konsolen schiebt. Das Gewicht innerhalb der Gaming-Sparte verlagert sich also weiter zu Inhalten, Abos und Diensten, während die Konsolen weniger zur Kasse beitragen.

Mehr Umsatz, aber auch höhere Kosten

Die Übernahme schlägt nicht nur bei den Erlösen durch, sondern auch bei den Ausgaben. Die operativen Kosten im Segment More Personal Computing stiegen um 1,3 Milliarden US-Dollar oder 41 Prozent, angetrieben vom Gaming-Geschäft. 43 Prozentpunkte davon entfallen auf die Activision-Blizzard-Akquisition. Dem kräftigen Umsatzwachstum im Content-Bereich steht damit eine ebenso deutlich gewachsene Kostenbasis aus dem konsolidierten Geschäft gegenüber.

Die detaillierten Segment- und Quartalszahlen stehen im Form 10-Q für das Quartal endend am 31. März 2024. Die vollständige Meldung ist in der Pressemitteilung von Microsoft sowie in den bei der US-Börsenaufsicht SEC hinterlegten Unterlagen zu finden. Bei der Bewertung der Gaming-Sparte lohnt ein zweiter Blick: Die ausgewiesenen Wachstumsraten gehen zu einem großen Teil auf den Konsolidierungseffekt zurück und sagen wenig über das organische Wachstum des Bestandsgeschäfts aus.

Weitere News

Weitere News

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein