Am 30. Januar 2024 legte Microsoft die Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal des Fiskaljahres 2024 vor, der Zeitraum reicht bis zum 31. Dezember 2023. Der Konzernumsatz kletterte auf 62,0 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und währungsbereinigt 16 Prozent. Beim Nettogewinn stehen 21,9 Milliarden US-Dollar, das sind 33 Prozent mehr, und der verwässerte Gewinn je Aktie legte ebenfalls um 33 Prozent auf 2,93 US-Dollar zu. Im Gaming-Geschäft stach eine Zahl heraus: Der Umsatz mit Xbox Content and Services wuchs um 61 Prozent, zu konstanten Wechselkursen um 60 Prozent.
Activision-Konsolidierung treibt das Wachstum
Der größte Teil dieses Sprungs kommt aus den erstmals vollständig konsolidierten Zahlen von Activision Blizzard. Die Übernahme war am 13. Oktober 2023 abgeschlossen worden, entsprechend fließt im zweiten Quartal erstmals ein nahezu voller Beitrag des Studios ein. Den Nettoeffekt der Akquisition auf das Wachstum von Xbox Content and Services gibt Microsoft mit 55 Prozentpunkten an. Rechnet man das heraus, bleibt ein organischer Zuwachs im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Diesen Rest tragen das bestehende Spielegeschäft, die Abonnements und die Inhalte von Drittanbietern.
Die Finanzergebnisse des gekauften Geschäfts laufen im Segment More Personal Computing. Dort kamen im Quartal 16,9 Milliarden US-Dollar Umsatz zusammen, ein Zuwachs von 19 Prozent und währungsbereinigt 18 Prozent. Die Konsolidierung verschiebt also nicht nur die Gaming-Kennzahlen, sie schlägt auch auf das gesamte Segment durch, zu dem neben Gaming etwa Windows und die Suchwerbung gehören.
Hardware rückläufig, Cloud bleibt Wachstumstreiber
Während das Inhaltsgeschäft stark zulegte, ging es bei der Hardware in die andere Richtung. Der Umsatz mit Geräten sank um 9 Prozent, währungsbereinigt um 10 Prozent. Der Trend setzt sich damit fort: Microsoft verlagert den Schwerpunkt im Gaming immer weiter auf wiederkehrende Erlöse aus Inhalten und Diensten, während die Konsolen-Hardware im Umsatzmix an Gewicht verliert.
Über das Gaming hinaus blieb Microsoft Cloud der zentrale Treiber des Quartals. Der Cloud-Umsatz erreichte 33,7 Milliarden US-Dollar und stieg um 24 Prozent, währungsbereinigt um 22 Prozent. Aus dem konsolidierten Activision-Geschäft und dem anhaltenden Cloud-Wachstum speist sich am Ende der Anstieg bei Konzernumsatz und Gewinn.
