Playtonic Games hat anhaltende Spekulationen über eine Beteiligung an der traditionellen Rare-Marke Banjo-Kazooie zurückgewiesen. Community-Manager Daley Johnson stellte öffentlich klar, dass die jüngsten Vorbereitungen für eine Neuausrichtung und ein Rebranding des Entwicklerstudios in keinem Zusammenhang mit dem Plattform-Klassiker stehen. Zuvor hatten vage Hinweise in sozialen Netzwerken erneut Gerüchte über ein Revival oder eine mögliche Akquisition durch die Xbox Game Studios angeheizt.
Finanzielle Eigenständigkeit und Ausrichtung
Das 2014 von ehemaligen Rare-Mitarbeitern gegründete Team in Burton-upon-Trent setzt weiterhin auf Eigenständigkeit. Branchenanalysen und öffentliche Registerdaten bestätigen, dass Playtonic für den Ausbau seiner Strukturen auf bankgestützte Darlehen wie iwoca Skye Finance zurückgreift, anstatt sich einem Plattformhalter anzuschließen. Bereits im Juli 2019 stellte das Studio mit Yooka-Laylee and the Impossible Lair unter Beweis, wie dynamische Spielwelten und 2D-Plattformmechaniken auf eigenen Technologien realisiert werden.
Markenrechte verbleiben bei Rare
Die Rechte an Banjo-Kazooie liegen unverändert bei Microsoft und dem Schwesterstudio Rare in Twycross. Microsoft-Gaming-Chef Phil Spencer hatte wiederholt betont, dass Entscheidungen über Neuauflagen klassischer Lizenzen direkt bei den jeweiligen Traditionsstudios liegen. Rare konzentriert seine Ressourcen derzeit vor allem auf den Live-Betrieb des Piraten-Abenteuers Sea of Thieves sowie die Produktion des Action-Adventures Everwild, wodurch ein zeitnahes Wiederaufgreifen der Plattformer-Marke unwahrscheinlich bleibt.

