Lothar Hay, Vorsitzender des Medienrats der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein, hat die geänderte USK-Praxis zu NS-Symbolen in Spielen erneut kritisiert. In seinem am 13. September 2018 veröffentlichten Kommentar im ver.di-Magazin Menschen Machen Medien lehnt er die Gleichstellung mit Filmen ab.
Hay begründet seine Position mit der Interaktivität von Spielen und fordert eine öffentliche Debatte. Bereits am 23. August hatte er eine breitere Diskussion über die Verfahrensänderung verlangt. Seine Aussagen sind eine medienpolitische Position, keine neue Freigaberegel.
USK begründet Freigabe mit dem Spielkontext
Die USK erklärte am 15. August, dass jede Entscheidung eine Einzelfallprüfung verlangt. Die geänderte Prüfungspraxis hebt demnach das generelle Verbot entsprechender Kennzeichen nicht auf.
Bei der gamescom-Demo von Through the Darkest of Times begründete das Prüfgremium die Freigabe ab 12 Jahren mit der eindeutigen Gegnerschaft zum NS-Regime und der Darstellung historischer Vorgänge.

