Start Wirtschaft Deutsche Games-Branche: Kernarbeitsmarkt schrumpft erneut

Deutsche Games-Branche: Kernarbeitsmarkt schrumpft erneut

0
Deutsche Games-Branche: Kernarbeitsmarkt schrumpft erneut
Logo des Branchenverbands game - Bild: game Verband

Der game-Verband meldete am 24. August 2020 einen erneuten Rückgang der Beschäftigtenzahl im Kernarbeitsmarkt der deutschen Games-Branche. Demnach arbeiteten 2020 noch 10.071 Menschen in Entwicklung und Vertrieb von Games in Deutschland. 2019 waren es 10.487, das entspricht einem Minus von 4 Prozent.

Gleichzeitig stieg die Zahl der Unternehmen, die in Deutschland Games entwickeln oder vertreiben, leicht auf 622. Der Rückgang betraf also nicht die Unternehmenszahl, sondern die Beschäftigung im engeren Kernmarkt. Im erweiterten Arbeitsmarkt, zu dem unter anderem Dienstleister, Handel, Bildungseinrichtungen, Medien und der öffentliche Sektor zählen, beobachtete game dagegen ein Plus von 5 Prozent.

Mehr Unternehmen, aber weniger Beschäftigte im Kernmarkt

Die Zahlen zeigen ein strukturelles Problem des deutschen Games-Standorts: Der Markt wächst, aber die lokale Entwicklung und Vermarktung profitiert nicht automatisch im gleichen Umfang. Für Studios ist der Arbeitsmarkt weiter zentral, wie auch der ältere XboxDev-Beitrag zu offenen Stellen bei Black Forest Games zeigt.

game verwies in der Mitteilung auf internationale Vergleichsmärkte. Kanada habe mit deutlich weniger Einwohnern fast dreimal so viele Beschäftigte in der Games-Branche. Daraus leitete der Verband ein erhebliches Wachstumspotenzial für Deutschland ab, sofern Förderung, Standortbedingungen und Fachkräfteentwicklung dauerhaft konkurrenzfähig bleiben.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein