Sony Interactive Entertainment hat am 24. Juni 2020 ein öffentliches Bug-Bounty-Programm für PlayStation gestartet. Über HackerOne können Sicherheitsforscher Schwachstellen in PlayStation Network und PlayStation 4 melden.
Die höchsten Prämien nennt Sony für besonders kritische PS4-Schwachstellen. Dort können Meldungen mit bis zu 50.000 US-Dollar vergütet werden. Für kritische PSN-Funde liegt die genannte Obergrenze bei 3.000 US-Dollar. Niedrigere Schweregrade werden abhängig von Plattform und Auswirkung geringer vergütet.
Sicherheitsforschung wird kontrolliert geöffnet
Bug-Bounty-Programme sind für Plattformbetreiber ein Weg, externe Sicherheitsforschung in geordnete Meldeprozesse zu bringen. Statt Schwachstellen nur inoffiziell zu entdecken oder öffentlich zu diskutieren, erhalten Forscher klare Regeln, definierte Ziele und eine Vergütung. Dass Konsolenplattformen dafür relevant sind, zeigte auch der ältere XboxDev-Bericht über eine WLAN-Sicherheitslücke in Xbox One und PS4.
Für Entwickler und Betreiber von Online-Spielen ist das Thema ebenfalls relevant. Schwachstellen in Plattformdiensten, Accountsystemen oder Konsolen können Auswirkungen auf Multiplayer, Zahlungsdaten, Nutzerkonten und Anti-Cheat-Strukturen haben. Ein offizieller Meldekanal reduziert nicht jedes Risiko, macht den Umgang mit Funden aber nachvollziehbarer.