Georg Ruëff, damals Vorstand der Personalberatung Vesterling, sah 2019 wegen der hohen Nachfrage Chancen für Quereinsteiger in der Softwareentwicklung. Das beschrieb er in einem Originalbericht von Peter Ilg, den heise online am 9. Oktober 2019 veröffentlichte. Unternehmen akzeptierten demnach eher Bewerber ohne einschlägigen Abschluss.
Daraus folgt keine allgemeine Gleichwertigkeit von Berufspraxis und Studium. Der Bericht beruht auf Gesprächen, nicht auf einer repräsentativen Untersuchung.
Architekturverständnis statt enger Sprachspezialisierung
KIT-Professor Ralf Reussner betonte das Verständnis fachlicher Anforderungen und tragfähige Softwarearchitektur. Andreas Beyer von DATEV stellte das Verständnis des Entwicklungsprozesses und die Bereitschaft, einen Technologie-Stack zu erlernen, vor Kenntnisse in einer bestimmten Programmiersprache.
Die Entwicklerumfrage von Stack Overflow 2017 hatte neben Gehältern auch Ausbildung und Weiterbildung erfasst. Die hier wiedergegebenen Gespräche beschreiben dagegen einzelne Arbeitgeber- und Recruiting-Perspektiven aus dem Oktober 2019.

