Critique Gaming: Politische Themen über Konsequenzen vermitteln

Das rumänische Studio Critique Gaming erläuterte 2019 seinen Ansatz für politische Themen im Game Design. Im Originalinterview mit GamesIndustry.biz beschrieben Mitgründer Andrei Olaru und Designer David Moscovici das Polizeispiel Interrogation.

Das Team wollte Konsequenzen darstellen und Diskussionen ermöglichen, statt eine bestimmte Schlussfolgerung vorzugeben. Der im Interview eingebundene Teaser zeigt das Verhörszenario, nicht einen Nachweis dieser Wirkung.

Institutioneller Druck als Teil des Szenarios

Moscovici nannte Erwartungen von Vorgesetzten, öffentliche Wahrnehmung und Verantwortung als äußere Zwänge. Das Spiel sollte neben den Folgen von Folter auch Bedingungen zeigen, unter denen sie angewendet wird. Das ist die erklärte Gestaltungsabsicht des Studios.

Gespräche können unterschiedliche politische Stoffe tragen: Attentat 1942 verbindet Zeitzeugeninterviews mit interaktiven Comics. Critiques Aussagen dokumentieren dagegen den damaligen Designansatz für Interrogation. Eine wissenschaftlich geprüfte Bildungswirkung folgt daraus nicht.

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