Call of Duty: Modern Warfare 4: Activision entfernt reale Katastrophen-Aufnahmen

Activision reagiert auf scharfe Proteste in Südkorea und entfernt eine umstrittene Szene aus der Kampagne von Call of Duty: Modern Warfare 4. In der Eröffnungssequenz des Shooters waren rund drei Sekunden authentisches Nachrichtenmaterial einer realen Katastrophe zu sehen. Über die Entscheidung berichtet SektionXbox.

Die Kampagne schildert einen fiktiven militärischen Konflikt zwischen Nord- und Südkorea und nutzt zur Veranschaulichung verschiedene Nachrichtenaufnahmen. Unter den Bildern befanden sich Aufnahmen der Massenpanik im Seouler Stadtteil Itaewon vom 29. Oktober 2022, bei der während der Halloween-Feierlichkeiten 159 Menschen starben. Das Material zeigte unter anderem Wiederbelebungsversuche durch Rettungskräfte.

Austausch per Update angekündigt

Nachdem Spieler in Südkorea die Herkunft der Aufnahmen identifiziert und öffentlich kritisiert hatten, kündigte der Publisher eine Überarbeitung an. Das betroffene Material soll in den kommenden Tagen per Patch durch fiktive Inhalte ersetzt werden. Activision erklärte, man bedauere den Vorfall und wolle den Respekt vor den Opfern und Hinterbliebenen wahren.

Bereits im September hatte Activision auf der Tokyo Game Show einen ersten Kampagnen-Trailer zu Modern Warfare 4 gezeigt. Die Einbindung realer Katastrophenbilder in fiktive Unterhaltungsprodukte führt in der Spielebranche regelmäßig zu Kontroversen.

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