Ubisoft hat Berichte zurückgewiesen, wonach das Unternehmen, CEO Yves Guillemot und ein Mitglied der Personalabteilung eine direkte Ladung vor das Strafgericht in Bobigny erhalten hätten. In einer GamesIndustry.biz am 28. Mai 2025 übermittelten Stellungnahme erklärt Ubisoft, keiner von ihnen sei Partei in diesem Verfahren. Das Unternehmen habe mit den Behörden kooperiert und wolle sich aus Respekt vor dem Verfahren nicht weiter äußern.
Die Gewerkschaft Solidaires Informatique hatte am 20. Mai eine direkte Ladung von Guillemot, Personalchefin Marie Derain und Ubisoft angekündigt. Ihre Formulierung beschreibt einen beabsichtigten Schritt im Zusammenhang mit dem Prozess. Sie ist kein gerichtlicher Nachweis, dass die genannten Personen bereits geladen wurden. Die Gewerkschaft will damit nach eigener Darstellung auch die Verantwortung der Unternehmensorganisation prüfen lassen.
Verfahren gegen drei frühere Führungskräfte
Nach der Gewerkschaftsmitteilung ist das Strafverfahren gegen Serge Hascoët, Tommy François und Guillaume Patrux für den 2. bis 6. Juni 2025 in Bobigny angesetzt. Die Vorwürfe betreffen sexuelle und psychische Belästigung. Die Darstellung der Gewerkschaft und Ubisofts Antwort sind als Positionen der Beteiligten zu unterscheiden; der angekündigte Prozess bedeutet noch keine Verurteilung.
Der Fall hatte bereits 2023 zu Berichten über Festnahmen früherer Ubisoft-Führungskräfte geführt. Dieser Beitrag dokumentiert den Stand vom 28. Mai 2025 und nimmt das spätere Verfahrensergebnis nicht vorweg.

