Sam Prebble hat bei der eigenständigen Neufassung von Total Chaos von Unreal Engine zu Unity gewechselt. Im Interview mit Rock Paper Shotgun vom 14. Januar 2025 beschreibt der Entwickler den Aufwand als entscheidenden Grund: Ein zehn bis zwölf Stunden langes Spiel mit dem zunächst angestrebten Detailgrad wäre für ihn allein zu umfangreich geworden.
Total Chaos erschien 2018 als Total-Conversion-Mod für Doom II. Nach Turbo Overkill kehrte Prebble zu diesem Projekt zurück. Die neue Fassung nutzt Unity, soll vertraute Schauplätze verändern und zusätzliche Bereiche ergänzen. Der offizielle Ankündigungstrailer stammt vom Dezember 2024.
Tests statt Early Access
Prebble wollte eine Demo veröffentlichen, verzichtete aber auf eine Early-Access-Phase. Bei Turbo Overkill hätten sich Spieler an ursprünglich provisorische Funktionen gewöhnt, was spätere Änderungen erschwert habe. Für Total Chaos setzte er deshalb stärker auf Tests.
Auch Komfortverbesserungen konnten die gewünschte Wirkung verändern: Ohne die Bewegungsverzögerung des Mods sei das Spiel im Test zu leicht geworden. Eine nahtlos verbundene Insel verwarf Prebble, weil Rückwege durch bekannte Gebiete das Gefühl des Fortschritts gebremst hätten. Einen optionalen Retro-Modus mit gröberen Modellen und niedrig aufgelösten Texturen plante er weiterhin.

