Philip Oliver hat am 8. Juli 2019 in einem Gastbeitrag für GamesIndustry.biz schriftliche Geschäftspläne auch für kleine Entwicklerteams empfohlen. Sie sollen Ziele, Zuständigkeiten und wirtschaftliche Annahmen festhalten. Oliver schildert dazu Erfahrungen aus der Gründung mit seinem Bruder Andrew im Jahr 1986.
Zuständigkeiten vor der Gründung klären
Nach seiner Empfehlung sollten Gründer klären, wer Geld, Hardware oder geistiges Eigentum einbringt. Auch Eigentumsanteile, Vergütung, Entscheidungsregeln und ein möglicher Ausstieg gehören früh besprochen. Ziele können später angepasst werden.
Zahlungsströme monatlich prüfen
Oliver rät zu einer monatlichen Cashflow-Prognose für mindestens ein Jahr. Neben Einnahmen müssen etwa Personal, Werkzeuge, Marketing und externe Dienstleistungen berücksichtigt werden. Entscheidend ist auch der Zahlungstermin: Erwartete Einnahmen decken fällige Kosten nicht automatisch rechtzeitig.
Den Plan empfiehlt er vierteljährlich mit tatsächlichen Ergebnissen abzugleichen und entsprechend zu überarbeiten.
Auch Jason Rohrer hatte auf der GDC 2019 die wirtschaftlichen Annahmen unabhängiger Spieleproduktionen untersucht. Sein Vortrag verglich die finanzielle Situation von 2014 und 2018. Olivers Gastbeitrag behandelt dagegen die konkrete Vorbereitung einer Studiogründung.

