Die Qt Company hat am 10. September 2019 Qt Creator 4.10.0 veröffentlicht. Das Release bringt neben Fehlerkorrekturen und Performance-Verbesserungen zwei nennenswerte Neuerungen: eine Pin-Funktion für Dateien im Editor-Bereich sowie eine weiter ausgebaute Unterstützung für das Language Server Protocol (LSP).
Die Pin-Funktion ist über das Kontextmenü im Dropdown-Menü des Dokuments sowie im Bereich „Offene Dokumente“ erreichbar. Angeheftete Dateien bleiben auch dann geöffnet, wenn „File – Close All“ oder „File – Close All Files in Project“ ausgeführt werden. Im Open-Documents-Fenster und im Dropdown-Menü der Editor Toolbar erscheinen angepinnte Dateien stets am Anfang der Liste.
Language Server Protocol tiefer integriert
Am LSP-Client, der gemeinsam von Microsoft, Red Hat und Codenvy entwickelt wurde, haben die Qt-Entwickler ebenfalls weitergearbeitet. Der Client ist jetzt besser in den Locator integriert und zeigt Symbole des aktiven Dokuments ('.'), des Workspace (':') sowie Klassen ('c') und Funktionen ('m') an. Außerdem ist das Plug-in nicht mehr als experimentell gekennzeichnet und damit standardmäßig aktiv. In den Server-Einstellungen lässt sich festlegen, ob es nur bei Bedarf gestartet wird. Das Language Server Protocol war in der Qt-5.12-LTS-Generation bereits als Bestandteil des Ökosystems ausgebaut worden.
Mehrere Probleme mit der Reformatierungsfunktion für QML-Dateien, die zu ungültigem Code führen konnten, sind in Qt Creator 4.10 behoben. Den vollständigen Überblick über alle Änderungen liefern die Release Notes auf qt.io sowie das Changelog im Qt-Creator-Repository. Qt Creator 4.10 steht als Open-Source-Version über die Download-Seite von Qt für Windows, Linux und macOS bereit.
