Fredrik Wester von Paradox Interactive hat auf der Gamelab 2019 die verbreitete Aufteilung von 70 Prozent für Entwickler und 30 Prozent für Plattformbetreiber kritisiert. Matthew Handrahan berichtet am 1. Juli für GamesIndustry.biz von dem durch das Magazin moderierten Panel.
Wester, damals Executive Chairman des Publishers, hält den Plattformanteil für zu hoch. Er lobte den Epic Games Store als Alternative und sah besonders für neue Entwickler mit geringen Margen einen Vorteil. Seine Aussagen sind eine Bewertung des Geschäftsmodells, keine Messung der tatsächlichen Vertriebskosten.
Epics zwölf Prozent und Valves Umsatzstaffel
Epic hatte bei der Ankündigung seines Stores im Dezember 2018 einen Entwickleranteil von 88 Prozent zugesagt. Der Store sollte zwölf Prozent behalten, ohne Umsatzstufen. Bei Unreal-Engine-Spielen sollte Epic zudem die fünfprozentige Engine-Lizenzgebühr für Verkäufe im eigenen Store aus seinem Anteil abdecken.
Steam verlangte bereits damals nicht auf sämtliche Umsätze pauschal 30 Prozent. Valve hatte im November 2018 geringere Anteile oberhalb bestimmter Umsatzgrenzen angekündigt: 25 Prozent auf Einnahmen eines Spiels oberhalb von zehn Millionen US-Dollar und 20 Prozent oberhalb von 50 Millionen. Berücksichtigt wurden Einnahmen ab dem 1. Oktober 2018.
Qube-Entwickler Dan da Rocha beschrieb auf dem Panel einen Zielkonflikt: Ein Epic-Exklusivvertrag könne finanziell helfen, zugleich aber Kritik der eigenen Steam-Community auslösen. Tequila-Works-Mitgründer Raul Rubio verwies auf die erschwerte Sichtbarkeit im gewachsenen Steam-Angebot.
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