Feral Interactive hat am 15. März 2019 GameMode 1.3 veröffentlicht. Die Software besteht aus einem Daemon und einer Bibliothek, die Linux während des Spielbetriebs auf eine passende Leistungs- und Prozesskonfiguration umstellen.
Neu ist unter anderem das Hilfsprogramm gamemoderun. Es setzt die benötigte LD_PRELOAD-Umgebung und bindet GameMode auch bei Spielen ein, die die Bibliothek nicht selbst unterstützen. Der Bildschirmschoner kann während des Spielens deaktiviert werden, während die Konfiguration weiterhin über gamemode.ini erfolgt.
Prozessprioritäten und Grafikkartenoptionen
GameMode 1.3 erhöht die I/O-Priorität von Spielprozessen. Für NVIDIA-Grafikkarten kommt eine experimentelle Option zum Übertakten hinzu. Bei AMD-GPUs lässt sich das Performance-Level konfigurieren. Beide Einstellungen sind ausdrücklich optional und werden von Feral mit einem Hinweis auf die möglichen Risiken versehen.
Die Trennung zwischen Daemon und Client-Bibliothek erlaubt es, die Optimierungen nur für die Laufzeit eines Spiels zu aktivieren. Damit bleibt die normale Desktop-Konfiguration unverändert, während ein Spiel eigene Vorgaben für CPU-, I/O- und Grafikleistung anfordern kann.
Release Notes nennen bekannten Installationsfehler
Die offiziellen Release Notes weisen auf ein Problem mit älteren Meson-Versionen hin. Bei Meson 0.47 oder älter kann das Skript gamemoderun ohne Ausführungsrechte installiert werden. Feral nennt dafür eine manuelle Korrektur nach der Installation.
GameMode ergänzt damit die Linux-Arbeiten von Feral, die zuvor unter anderem Portierungen von Tomb Raider und Day of the Tentacle auf die Plattform gebracht hatten. Der neue Baustein richtet sich nicht an ein einzelnes Spiel, sondern an die technische Laufzeitumgebung für kompatible Linux-Spiele.

