Sustainable Games Standard: Emissionen über den Spielebetrieb hinaus erfassen

Die Sustainable Games Alliance hat am 7. Oktober 2025 den Sustainable Games Standard vorgestellt. Die gemeinnützige Genossenschaft beschreibt ihn als kostenlosen Rahmen zur Erfassung und zum Vergleich von Emissionen in der Games-Branche. Zum Start nennt sie 33 Mitglieder aus elf Ländern.

Der Ansatz umfasst nicht nur den Strombedarf beim Spielen. Die Ankündigung bezieht Entwicklung, Publishing, Vertrieb und Infrastruktur ein und nennt auch Marketing und Hardware. Die offizielle Standard-Seite dient als Zugang zu den Unterlagen. Für diesen historischen Bericht ist die ursprüngliche Pressemitteilung vom Oktober 2025 maßgeblich.

Vergleichbare Daten statt pauschaler Nachhaltigkeitsversprechen

Die SGA will Unternehmen helfen, Emissionen einzelnen Tätigkeiten zuzuordnen und Verbesserungen zwischen Spielen und Betrieben zu vergleichen. Zu den beteiligten Organisationen zählten laut der damaligen Mitteilung unter anderem EGDF, Remedy, Instinct3, Second Stage und Spielfabrique. Die Mitgliedschaft ist kein Nachweis, dass sämtliche Produkte dieser Unternehmen bereits emissionsarm sind.

Die Pressemitteilung nennt Energieverbrauch, Akkulaufzeit und Hardwareauslastung als Ansatzpunkte für technische Verbesserungen. Sie liefert jedoch keine allgemeine Einsparquote. Ein Berichtsrahmen senkt den Verbrauch nicht von selbst; dafür müssen Studios konkrete Änderungen vornehmen und deren Wirkung messen. Diese Unterscheidung ist eine redaktionelle Folgerung, kein Ergebnis eines unabhängigen Produkttests.

Emissionsbilanz und Klimakompensation getrennt betrachten

Die Branche hatte zuvor auch veranstaltungsbezogene Ansätze verfolgt, etwa gamescom goes green bei der gamescom 2022. Der neue Standard richtet sich dagegen an die Wertschöpfung von Spielen. Für die Bewertung eines Projekts müssen erfasste Emissionen und tatsächlich erzielte Reduktionen getrennt ausgewiesen werden. Die SGA kündigte zur Einführung Workshops, Fallstudien und Präsentationen für 2025 und 2026 an.

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