Rockstar Games hat die geplanten Überstunden im britischen QA-Team in Lincoln als nicht verpflichtend erklärt. Der Originalbericht von Kotaku beschreibt die Änderung nach Gesprächen mit Beschäftigten, die den zuvor angesetzten Zeitplan als Verpflichtung verstanden hatten.
Das Team in Lincoln arbeitete an der Qualitätssicherung für Red Dead Redemption 2. Nach den von Rockstar bereitgestellten Daten sollten Tagesschichten zwischen Oktober 2017 und dem 6. August 2018 auf 52,5 Stunden pro Woche kommen. Für August und September 2018 nannte das Unternehmen angeforderte Wochen mit bis zu 57,5 Stunden.
Zwischen Richtlinie und Arbeitsalltag
Rockstar stellte die Regelung gegenüber Kotaku als freiwillige Mehrarbeit dar. Die geplanten Zusatzstunden wurden jedoch von Beschäftigten als Erwartung wahrgenommen. Unternehmensdaten wiesen für die tatsächliche Arbeitszeit im Lincoln-Team niedrigere Durchschnittswerte aus, die im August und September 2018 aber ebenfalls auf 53,1 Stunden pro Woche stiegen.
Die Meldung betrifft damit nicht nur eine interne Personalregel, sondern einen konkreten Abschnitt der Qualitätssicherung für eine große Spieleproduktion kurz vor deren Veröffentlichung. Für Teams in der Rockstar Games genannten Arbeitsumgebung blieb die Differenz zwischen formaler Freiwilligkeit und wahrgenommenem Druck der zentrale Streitpunkt.
Rockstar kündigte an, die Teams ausdrücklich über die fehlende Verpflichtung zu informieren. Ob sich dadurch auch die praktische Erwartung an Wochenend- und Zusatzschichten änderte, ließ der Bericht offen.

