Capcom hat die technische Entwicklung von Resident Evil 2 in einem offiziellen Entwicklerinterview erläutert. Producer Tsuyoshi Kanda beschreibt, wie die Neuauflage mit der RE Engine mehr räumliche Details und beweglichere Gegner ermöglicht.
Die Neuauflage entstand parallel zur Entwicklung von Resident Evil 7. Capcom wollte die Vorlage aus dem Jahr 1998 nicht nur mit höherer Auflösung nachbilden, sondern ihre Räume und Abläufe neu aufbauen. Die RE Engine sollte dabei eine deutlich dreidimensionalere Darstellung ermöglichen.
Mehr Bewegungsfreiheit für die Licker
Als Beispiel nennt Kanda die Licker. Im Original erschienen sie zunächst in einer vorgerenderten Szene an der Decke und bewegten sich im Kampf nur am Boden. In der Neuauflage können sie sich in 360 Grad bewegen, wodurch die Begegnungen stärker mit der Umgebung verbunden sind und ihre Bewegungen nicht auf eine Ebene beschränkt bleiben.
3D-Sound und binaurale Verfahren
Neben der Grafik überarbeitete Capcom die Audioausgabe. Das 2017 eingerichtete Dynamic Mixing Stage wurde zusammen mit Dolby-Atmos-Technik genutzt, um 7.1.4-Surround-Sound zu unterstützen. Binaurale Verfahren verändern Geräusche in Echtzeit abhängig von der Position der Spielfigur, sodass sich die Richtung von Zombiegeräuschen genauer erfassen lässt.

