John Carmack sieht die Oculus Quest im Wettbewerb mit Nintendo Switch. UploadVR berichtet am 27. September 2018 über diese Aussage des Oculus-Technikchefs auf der Oculus Connect. Er beschreibt das eigenständige VR-System als zusätzliche mobile Spieleplattform für Menschen, die bereits eine Konsole besitzen.
Carmack erwartet dem Bericht zufolge nur wenige Käufer, die zugunsten einer Quest auf eine PlayStation 4 verzichten. Der Vergleich betrifft damit die Kaufentscheidung für ein weiteres Gerät, nicht die Gleichheit von Spielen oder Rechenleistung. Die offizielle Aufzeichnung der Keynote des zweiten Konferenztags enthält seinen Vortrag.
Quest soll ohne externen Spiele-PC auskommen
Oculus hatte das Gerät am Vortag auf der Oculus Connect 2018 vorgestellt. Die Ankündigung nennt sechs Freiheitsgrade und mitgelieferte Touch-Controller. Damit erfasst das System neben der Blickrichtung auch Bewegungen im Raum. Der US-Startpreis soll 399 Dollar betragen, der Marktstart im Frühjahr 2019 erfolgen.
Zum Start kündigt Oculus mehr als 50 Spiele und Anwendungen an. Das sind damalige Planungen, kein bereits verfügbares Angebot. Die Mitteilung beschreibt ein All-in-One-System, das keinen externen Spiele-PC für den Betrieb voraussetzt.
Die technische Ausrichtung unterscheidet sich von VirtualLink, das Oculus im Juli mit weiteren Unternehmen vorgestellt hatte. Dieser Standard soll PC-Headsets über ein gemeinsames USB-C-Kabel versorgen und anschließen. Quest setzt dagegen auf eigenständigen Betrieb. Daraus folgt weder eine VirtualLink-Unterstützung der Quest noch eine Aussage zur Übertragbarkeit konkreter PC-Spiele.

