Vivendi verschiebt Verkauf von Ubisoft-Anteilen auf März 2019

Vivendi verschiebt den Verkauf eines Teils seiner verbliebenen Beteiligung an Ubisoft. In einer am 26. September 2018 veröffentlichten Mitteilung des französischen Medienkonzerns wird der Zeitplan für 7.590.909 Aktien mit einem Anteil von 6,7 Prozent am Ubisoft-Kapital konkretisiert.

Rund 0,91 Prozent der Beteiligung sollten wie geplant am 1. Oktober 2018 übertragen werden. Die übrigen 5,74 Prozent werden laut Vivendi erst am 5. März 2019 verkauft. Der gesamte verbliebene Anteil entspricht bei einem vereinbarten Preis von 66 Euro je Aktie einem Volumen von ungefähr 500 Millionen Euro.

Ende des Übernahmekonflikts

Mit dem Verkauf beendet Vivendi den Aufbau einer Beteiligung, die seit 2015 zu einem Konflikt mit Ubisoft und der Gründerfamilie Guillemot geführt hatte. Vivendi hatte im März 2018 bereits den Verkauf von 27,27 Prozent der Ubisoft-Anteile für zwei Milliarden Euro vereinbart. Der verbliebene Teil wurde über Termingeschäfte mit Finanzinstituten abgewickelt.

Vivendi verpflichtete sich gegenüber Ubisoft, bis zum 7. März 2019, dem vorgesehenen Abwicklungstag, sämtliche gehaltenen Aktien zu veräußern. Zusätzlich blieb die Zusage bestehen, fünf Jahre lang keine Ubisoft-Aktien zurückzukaufen. Der Abschluss der Transaktion sollte die Eigentümerstruktur des Spielekonzerns wieder von der Beteiligung des Medienkonzerns lösen.

Beteiligung an der Spielebranche bleibt bestehen

Vivendi bleibt über Gameloft im Geschäft mit mobilen Spielen aktiv. Die Beteiligung an Ubisoft und das Engagement bei Gameloft waren jedoch getrennte Investments. Für Ubisoft bedeutete der geplante Ausstieg, dass die strategische Ausrichtung und die Kontrolle wieder stärker bei der Gründerfamilie und den übrigen Aktionären lagen.

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