Valve hat am 21. August 2018 die Proton-Beta für Steam Play unter Linux angekündigt. Die gemeinsam mit CodeWeavers entwickelte Wine-Anpassung startet Windows-Spiele direkt aus dem Linux-Steam-Client, einschließlich Steamworks- und OpenVR-Unterstützung.
DirectX 11 und 12 werden über Vulkan umgesetzt. Valve beschreibt außerdem verbesserte Vollbilddarstellung, Controller-Unterstützung und Multithreading gegenüber unverändertem Wine. Das sind Herstellerangaben, kein eigener Leistungsvergleich.
Kompatibilität statt Linux-Portierung
Zunächst schaltet Valve getestete Titel frei. Andere Spiele lassen sich über eine Option erproben. Komplexes DRM oder Anti-Cheat können die Ausführung verhindern. Für Studios mit nativer Linux-Version empfiehlt Valve weiterhin die bisherige Plattformarbeit; andernfalls nennt das Unternehmen native Vulkan-Unterstützung als sinnvolle Option.
Die Projektdokumentation im Codebestand vom 21. August 2018 beschreibt eigene Builds und Laufzeitoptionen. Beispielsweise lässt sich für Direct3D 11 die OpenGL-basierte Wine-Implementierung statt DXVK wählen. Die Komponenten behalten ihre jeweiligen Lizenzen. Die alte Dokumentation ist keine aktuelle Installationsanleitung.
Die Abgrenzung zu Ferals GameMode für Linux betrifft die Aufgabe: GameMode fordert zeitweise Systemoptimierungen an, Proton stellt eine Windows-Kompatibilitätsumgebung bereit. Aus einem erfolgreichen Start folgt noch keine vollständige Unterstützung. Für QA sind deshalb etwa Grafikfehler, Eingabe, Mehrspielerfunktionen und Spielstände gesondert zu prüfen.
Der Beitrag dokumentiert die Einführung im August 2018. Verwendet wird die bis zum 23. August aktualisierte Originalankündigung, nicht eine Aussage über die heutige Proton-Kompatibilität.

