NVIDIA hat am 16. August 2018 die Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2019 vorgelegt. Der Konzern meldete einen Umsatz von 3,12 Milliarden US-Dollar für die drei Monate bis zum 29. Juli, während der Umsatz mit speziell für das Kryptomining vorgesehenen Produkten deutlich hinter der eigenen Prognose zurückblieb.
Im offiziellen SEC-Bericht mit der ergänzenden Finanzkommentierung bezifferte NVIDIA den tatsächlichen Krypto-Umsatz auf 18 Millionen US-Dollar. Die Prognose hatte noch rund 100 Millionen US-Dollar erwartet. Für die kommenden Quartale rechnete das Unternehmen mit keinem nennenswerten weiteren Beitrag aus diesem Geschäft.
Gaming bleibt der wichtigste GPU-Bereich
Der Gaming-Umsatz lag bei 1,80 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 52 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und einem Plus von 5 Prozent gegenüber dem vorherigen Quartal. NVIDIA führte das Wachstum auf Pascal-GPUs für Desktop-PCs sowie leistungsfähige Notebooks mit Max-Q-Technik zurück.
Der GPU-Gesamtumsatz erreichte 2,66 Milliarden US-Dollar. Das Plus von 40 Prozent wurde laut NVIDIA-Quartalsbericht von Gaming, professioneller Visualisierung und Rechenzentren getragen. Der OEM- und IP-Umsatz sank dagegen wegen der geringeren Nachfrage nach Mining-GPUs um 54 Prozent auf 116 Millionen US-Dollar.
Nachwirkungen des Mining-Booms
Die Korrektur folgte auf die starke Nachfrage nach Grafikkarten für das Kryptomining im Vorjahr. NVIDIA hatte die daraus entstandenen Effekte bereits in früheren Quartalsberichten getrennt betrachtet. Mit dem niedrigen Krypto-Umsatz im zweiten Quartal 2019 verschob sich der Schwerpunkt des GPU-Geschäfts wieder klar auf Spiele, professionelle Anwendungen und Rechenzentren.
Der Bericht erschien in derselben Woche, in der NVIDIA die Turing-Generation ankündigte. Die damalige Quartalsberichterstattung des Unternehmens hatte den starken Gaming-Anteil bereits dokumentiert. Die Aktie ist an der Nasdaq unter dem Kürzel NVDA notiert.

