BOOM Library: Mainzer Sounddatenbank liefert Material für Spiele

Eine am 26. Juni 2018 veröffentlichte dpa-Reportage beschreibt BOOM Library als Mainzer Zulieferer für Film- und Spielsound. Christian Schultz berichtet darin über die Aufnahme und Vermarktung von Geräuschen. BOOM Library bietet bearbeitete Effekte und Quellaufnahmen an, die Sounddesigner für ihre Projekte anpassen.

Das Geschäft entstand im Umfeld von Dynamedion. Nach Angaben von Mitgründer Pierre Langer suchte der Firmenverbund nach der Wirtschaftskrise 2009 zusätzliche Einnahmequellen. Im Bericht nennt das Unternehmen mehr als 15.000 Kunden in 120 Ländern. Einschließlich freier Mitarbeitender arbeiteten damals rund 50 Menschen für den Verbund.

Bibliotheksmaterial wird für das Spiel weiterbearbeitet

Stefan Randelshofer, Audio Director bei Ubisoft Blue Byte, erklärt im Bericht den Bedarf an Zehntausenden Sounds pro Spiel. Aktionen, Aufenthaltsort und Zustand der Spielfigur verändern die Geräuschkulisse. Blue Byte erstellt eigene Aufnahmen und bearbeitet zusätzlich Material aus der BOOM Library.

Eine Soundbibliothek liefert damit Ausgangsmaterial, nicht die vollständige interaktive Tonregie. Nuendo und Wwise hatten bereits 2017 Werkzeuge für die Übergabe und Verwaltung von Game-Audio-Inhalten vorgestellt. Das betrifft einen anderen Teil der Produktionskette; eine konkrete Nutzung dieser Werkzeuge durch BOOM Library belegt die Reportage nicht.

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