eSport als Beruf: Duales Gaming startet in Gera

ad hoc gaming hat am 8. Mai 2018 eine Testphase für Duales Gaming im eSport-Leistungszentrum Gera angekündigt. Das Modell verbindet geregelte Trainingseinheiten mit beruflicher Orientierung und einer halbtägigen Beschäftigung im Unternehmen. Die Ankündigung von Games-Career nennt zunächst fünf eSportler, die in das Programm aufgenommen werden sollen.

Für die Teilnehmer ist jeweils ein halber Tag für die Arbeit im Unternehmen und die andere Tageshälfte für das Training vorgesehen. ad hoc gaming will damit eine strukturierte Perspektive für Spieler schaffen, die über reine Wettkampfvorbereitung hinausgeht. Als Ziel nennt das Unternehmen individuelle Trainingsmöglichkeiten sowie mittel- und langfristige Berufsaussichten im Games-Umfeld.

Training und Berufseinstieg in einem Programm

Der Versuch in Gera verbindet eSport mit einem regulären Arbeitsalltag. Damit unterscheidet sich das Konzept von reinen Teamverträgen oder zeitlich begrenzten Turnierpartnerschaften. Ein früheres Beispiel für die wirtschaftliche Seite des eSports war die Partnerschaft zwischen Turtle Beach und OpTic Gaming, bei der Hardware und Teamvermarktung im Mittelpunkt standen.

Das Geraer Modell setzt dagegen bei Ausbildung, Tagesstruktur und dem Übergang in den Beruf an. Die Ankündigung beschreibt den Start als Testlauf. Ob daraus ein dauerhaftes Ausbildungsangebot entsteht, war im Mai 2018 noch offen.

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