Microsoft soll eine weitere Runde von Xbox-Entlassungen vorbereiten. Tom Warren berichtet bei The Verge unter Berufung auf informierte Quellen, dass eine Ankündigung bereits am 22. September erwartet werde. Demnach wären Hunderte Beschäftigte betroffen. Die Kürzungen sollen zum bereits angekündigten Restrukturierungsprogramm gehören, nicht zu einem zusätzlich beschlossenen Stellenabbau.
The Information berichtet außerdem, Xbox plane mehrere seiner Spielestudios organisatorisch zu bündeln. Welche Teams konkret betroffen wären und wie die neue Aufteilung aussehen könnte, ist damit noch nicht geklärt. Eine konkrete Studio-Schließung oder die Einstellung eines Spiels lässt sich aus der Meldung allein nicht ableiten.
3.200 Stellen waren bereits im Juli angekündigt
Xbox-Chefin Asha Sharma hatte am 6. Juli rund 3.200 Stellenstreichungen im Geschäftsjahr 2027 angekündigt, davon etwa 1.600 unmittelbar. Sie erklärte damals ausdrücklich, dass sich die Restrukturierung über ein Jahr erstrecke und nicht an einem einzelnen Tag umsetzen lasse. Der angekündigte Xbox-Umbau umfasste außerdem den Wechsel von vier Studios zu neuer Führung beziehungsweise neuen Eigentümern.
Warren zählt die nun erwarteten Entlassungen zu diesem Gesamtprogramm bis Ende Juni 2027. Die berichtete Zahl von Hunderten Beschäftigten darf deshalb nicht pauschal zu den 3.200 angekündigten Stellen addiert werden. Neu wäre die konkrete Umsetzung einer weiteren Runde, nicht automatisch ein höherer Gesamtumfang.
Weniger Führungsebenen und gebündelte Zuständigkeiten
Die offizielle Juli-Mitteilung beschrieb auch einen organisatorischen Umbau: Xbox wollte die Zahl der Managementebenen auf höchstens fünf, möglichst drei reduzieren. Helen Chiang erhielt als Chief Operating Officer die übergreifende Ergebnisverantwortung für Inhalte, Hardware, Plattform und Dienste. Das liefert den bestätigten Hintergrund der aktuellen Berichte, belegt aber noch keine bestimmte neue Zuordnung einzelner Studios.
Eine offizielle Bestätigung der konkret erwarteten neuen Entlassungsrunde war zum Recherchestand am 22. September in den geprüften Xbox-Veröffentlichungen nicht zu finden. Der Bericht von The Verge nennt weder eine genaue Stellenzahl noch betroffene Standorte. Aussagen über einzelne Teams oder Projekte wären daher derzeit Spekulation.

