Google hat am 14. März 2018 Resonance Audio als Open-Source-Projekt geöffnet. Das räumliche Audio-SDK war bereits im Vorjahr gestartet. Die neue Meldung betrifft die Bereitstellung des Quellcodes und das gemeinschaftliche Entwicklungsmodell, nicht die erste Vorstellung der Technik.
Ambisonics, DSP-Bausteine und Spectral Reverb
Das Projekt enthält eine Referenzimplementierung für YouTubes Ambisonics-Decoder im Format Ambix ACN/SN3D, Funktionen zur Bearbeitung von Schallfeldern und HRTFs. Hinzu kommen DSP-Bausteine wie Resampler, Faltung und Filter sowie Spectral Reverb. Diese Komponenten dienen der Verarbeitung und räumlichen Wiedergabe von Klang.
Google stellt Bibliothek, Engine-Plugins, VST-Plugin und Beispiele unter Apache 2.0 bereit. Für die Integrationen in Unity, Unreal, FMOD und Wwise nennt die Ankündigung Projektmitwirkende der jeweiligen Partner als künftige Betreuer. Das ist keine Zusicherung unbegrenzter Wartung.
Build-Abhängigkeiten gehören zur Integration
Der Codebestand vom 14. März 2018 enthält separate Build-Ziele. Die README nennt für Unity zusätzlich vorgebaute Embree-, Ogg- und Vorbis-Bibliotheken. Das SDK allein ersetzt daher nicht die Einrichtung des jeweiligen Build-Umfelds. Die Veröffentlichung setzt die frühere räumliche Audio-Unterstützung für Cardboard fort und erweitert den Entwicklungsansatz über mehrere Werkzeuge.

