Die Khronos Group hat am 7. März 2018 Vulkan 1.1 und SPIR-V 1.3 veröffentlicht. Die neue Version der plattformübergreifenden Grafik-API erweitert den Kern um Funktionen, die zuvor als Erweiterungen verfügbar waren, und richtet sich an Entwickler von Spielen, VR-Anwendungen und anderen GPU-beschleunigten Programmen.
Vulkan 1.1 führt Subgruppenoperationen für den direkten Datenaustausch zwischen parallel arbeitenden GPU-Aufgaben ein. Hinzu kommen die gleichzeitige Nutzung mehrerer GPUs, geschützte Speicherbereiche für die Wiedergabe geschützter Inhalte sowie 16-Bit-Speicherzugriffe für Compute-Aufgaben. Khronos nennt außerdem neue Möglichkeiten für die Verarbeitung und Zusammensetzung von Videoströmen.
Vulkan 1.1 erweitert die Werkzeugkette
Die Veröffentlichung umfasst die neue SPIR-V-Version 1.3 und offene Konformitätstests. Die offizielle Vulkan-Übersicht zu den Versionsänderungen führt die neu in den Kern übernommenen Funktionen und ihre technischen Einsatzbereiche auf. Für Shader- und Rendering-Teams wird damit nachvollziehbarer, welche Fähigkeiten die Zielplattform tatsächlich bereitstellen muss.
Khronos verwies zum Start auf konforme Treiber von AMD, Arm, Imagination, Intel, NVIDIA und Qualcomm. Vulkan 1.1 wurde bereits von Engines wie Unreal, Unity, Source 2 und CryEngine unterstützt. Der ältere Intel-Grafiktreiber mit Vulkan-Unterstützung zeigt, wie die API schon vor der neuen Spezifikation in aktuellen Grafiktreibern berücksichtigt wurde.

