Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle hat am 7. Februar 2018 ihre Jahresstatistik 2017 mit 1.647 klassischen Altersfreigaben veröffentlicht. Das Prüfvolumen im Gremienverfahren blieb nach Angaben der USK stabil. Wesentlich stärker wuchs die Kennzeichnung von Apps und Online-Spielen über das internationale IARC-System.
Innerhalb der angeschlossenen IARC-Plattformen wurden 2017 rund 2,5 Millionen neue Alterskennzeichen vergeben. Die USK beschreibt dies als Anstieg um fast 70 Prozent gegenüber rund 1,5 Millionen im Vorjahr. Diese Zahl ist getrennt vom klassischen Prüfvolumen zu betrachten.
Altersstufen und Verfahrenszahlen auseinanderhalten
In ihrer veröffentlichten Verteilung weist die USK für 2017 einen Anteil von 6,1 Prozent ohne Jugendfreigabe aus. Freigaben ab 16 machen 17,6 Prozent aus. Rund drei Viertel entfallen auf die Kennzeichen ohne Altersbeschränkung, ab 6 oder ab 12. Die offizielle Grafik illustriert diese Verteilung; sie beschreibt nicht den Anteil aller weltweit verkauften Spiele.
Für Publisher und Entwicklungsstudios ist die Trennung der Statistiken wichtig: Eine Zahl vergebener Kennzeichen ist weder eine Verkaufszahl noch automatisch eine Zahl einzigartiger, erstmals entwickelter Spiele. Ein größerer digitaler Kennzeichnungsumfang allein belegt auch keine höhere Nachfrage nach einer Altersstufe.
Bereits im Juli 2015 waren USK-Alterskennzeichen aus dem IARC-System in Google Play sichtbar geworden. Die Statistik zeigt nun den gewachsenen Umfang der Kennzeichnung auf angeschlossenen Plattformen. Mit der südkoreanischen GRAC kam 2017 eine weitere Bewertungsorganisation zum IARC-Verbund hinzu.
Die Angaben dokumentieren das Berichtsjahr 2017. Sie sind keine aktuelle Jahresbilanz und keine Anleitung zu den heutigen Einstufungskriterien.

