Activision erhält Patent für Matchmaking mit Mikrotransaktionen

Activision Publishing hat am 17. Oktober 2017 ein US-Patent für ein Verfahren zur Förderung von Mikrotransaktionen in Mehrspielerpartien erhalten. Die Patentschrift US9789406B2 beschreibt ein System, das die Spielersuche mit einem sogenannten Microtransaction Engine verbindet. Das Patent belegt die technische Idee, aber nicht deren Einsatz in einem veröffentlichten Spiel.

Ein beschriebenes Szenario ordnet einem weniger erfahrenen Spieler einen erfahrenen Spieler zu, der einen bestimmten virtuellen Gegenstand verwendet. Der Anblick der Ausrüstung soll den Wunsch fördern, denselben Gegenstand zu kaufen. Die Patentschrift nennt außerdem Auswertungen zu Spielverhalten, Rollen, Fähigkeiten und angebotenen Gegenständen als mögliche Eingangsdaten für die Zusammenstellung einer Partie.

Matchmaking als Teil des Kaufprozesses

Nach einem Kauf sieht das Konzept weitere Partien vor, in denen der erworbene Gegenstand besonders gut zur Spielsituation passt. Dadurch soll der Spieler den Kauf als nützlich wahrnehmen und zu weiteren Käufen bewegt werden. Die Beschreibung bleibt auf der Ebene eines patentierten Verfahrens und enthält keinen Nachweis, dass Activision die Methode in einer konkreten Marke verwendet.

Das Patent erschien in einer Phase, in der Free-to-Play- und Abomodelle im Games-Markt bereits intensiv diskutiert wurden. Für die technische und wirtschaftliche Debatte über Online-Spiele liefert die Patentschrift ein konkretes Beispiel dafür, wie Spielersuche und Monetarisierung in einem System zusammengeführt werden können.

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