Oculus Rift DK2: Hardwarepläne mit Grenzen beim Nachbau

Oculus hat am 10. Oktober 2017 die Hardwareunterlagen des Rift Development Kit 2 freigegeben. Firmware-Entwickler Nirav Patel beschreibt die Veröffentlichung als Dokumentation früher VR-Entwicklungsarbeit und Grundlage für eigene Projekte.

Das Paket enthält Schaltpläne, Platinenlayout und mechanische CAD-Dateien. CAD, Grafiken und Dokumentation stehen unter CC BY 4.0. Für die Headset-Firmware gelten eine BSD-artige Lizenz und eine zusätzliche Patentfreigabe. Fremdkomponenten können anderen Lizenzbedingungen unterliegen.

Sensor-Firmware fehlt, Kabel ist eine Sonderanfertigung

Das offizielle Repository im Stand vom 9. Oktober 2017 nennt eine konkrete Lücke: Die Firmware der Mikrocontroller im Positionssensor durfte nicht weitergegeben werden. Das Kabel wird als kundenspezifische Baugruppe beschrieben, deren Nachbau aus den Dateien wahrscheinlich nicht erreichbar ist. Oculus warnt zusätzlich vor schwer oder nicht mehr beschaffbaren Komponenten.

Die Freigabe eines Konstruktionsplans ist deshalb nicht mit einer vollständig reproduzierbaren Stückliste samt ausführbarer Software gleichzusetzen. Für ein eigenes Hardwareprojekt müssen Verfügbarkeit und Weitergaberechte jeder Komponente getrennt geprüft werden. Ein sichtbares CAD-Modell allein beantwortet weder die Frage nach Ersatzteilen noch nach der passenden Firmware.

Schon auf der SVVR 2016 hatte SculptrVR einen frühen Prototyp mit Unity und Oculus DK2 beschrieben, bevor die Entwicklung auf HTC Vive und Unreal Engine 4 wechselte. Die nun veröffentlichten Unterlagen betreffen die Hardware des Entwicklergeräts, nicht eine neue Engine-Integration oder eine aktuelle Laufzeitversion.

Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert die Freigabe im Oktober 2017. Die offizielle Explosionsansicht zeigt den Aufbau des DK2, keinen erfolgreichen Nachbau durch die Redaktion.

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