LG hat am 12. September eine Stellungnahme zur Datenverarbeitung seiner Smart-TVs veröffentlicht. Der Hersteller widerspricht der Vorstellung, die Geräte würden laufend private Gespräche aufzeichnen und übertragen. Seine Erklärung trennt Sprachsteuerung, automatische Inhaltserkennung und Werbung. Es handelt sich um Unternehmensangaben, nicht um einen unabhängigen technischen Prüfbericht.
Die automatische Inhaltserkennung ACR nutzt demnach digitale Audio-Fingerabdrücke aus dem internen Audioprozessor. LG zufolge entstehen dabei keine Bildschirmaufnahmen oder Sprachmitschnitte. Bei aktivierter Funktion können neben Live-TV auch HDMI-Quellen erfasst werden, also grundsätzlich Inhalte angeschlossener Konsolen. Für die Nutzung von LG-Fernsehern am Gaming-Platz ist diese Quellenunterscheidung relevant.
Einwilligungen und aktive Sprachsitzungen
ACR, Spracherkennung und interessenbezogene Werbung seien standardmäßig deaktiviert und optional. LG nennt getrennte Zustimmungen für Inhaltsinformationen und personalisierte geräteübergreifende Werbung. Bestimmte Sprachfunktionen könnten allerdings zusätzlich die Vereinbarung zu Inhaltsinformationen voraussetzen.
Das Aktivierungswort werde lokal erkannt. Erst nach dessen Erkennung oder einem Tastendruck beginne eine Sprachsitzung, in der auch gleichzeitig gesprochene Umgebungsgeräusche erfasst werden könnten. Kernfunktionen einschließlich HDMI blieben laut LG ohne die optionalen Dienste nutzbar. Die konkrete Ausgestaltung hängt von Modell und Markt ab.

