Clang 5.0: Bash vervollständigt Compileroptionen aus der Toolchain

Clang 5.0 liefert eine Schnittstelle für die Autovervollständigung von Compileroptionen. Yuka Takahashi erläutert im LLVM-Blog vom 19. September 2017 die im Google Summer of Code entwickelte Bash-Anbindung. Statt einer fest hinterlegten Optionsliste fragt das Skript das verwendete Compilerprogramm ab.

Die Option --autocomplete nimmt eine unvollständige Eingabe entgegen und sucht passende Ergänzungen in den internen Datenstrukturen von Clang. Neben Optionsnamen lassen sich unterstützte Argumentwerte vervollständigen. Die Abfrage verarbeitet jeweils eine Option, nicht automatisch eine ganze Kommandozeile.

Compilerfunktion und Shell-Anbindung sind getrennt

Die Release Notes von Clang 5.0 bestätigen die neue Compileroption. Für die Nutzung in Bash war zusätzlich das bereitgestellte Completion-Skript einzubinden. Die Aufnahme in das übliche Bash-Completion-Paket war zum Zeitpunkt des Blogbeitrags noch angekündigt, nicht bereits überall umgesetzt.

Damit war die Funktion Bestandteil der bereits Anfang September veröffentlichten LLVM-5.0-Toolchain. Der spätere Blogbeitrag erklärt ihre Verwendung und ist keine zweite Versionsfreigabe. Eine Qt-Demonstration zeigt außerdem, dass dieselbe Schnittstelle auch außerhalb einer Shell genutzt werden kann.

Archivhinweis: Der Beitrag beschreibt die Implementierung und Einbindung im September 2017. Er ist keine Installationsanleitung für heutige Compilerpakete.

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