Sony VPL-VW285ES: Native 4K-Projektion mit Signalgrenzen

Sony hat am 6. September 2017 den nativen 4K-HDR-Projektor VPL-VW285ES vorgestellt. Die US-Preisempfehlung betrug 4.999,99 Dollar. Das Modell richtet sich auch an Gaming-Nutzer; eine gemessene Eingabeverzögerung nennt die Ankündigung nicht.

4K mit 60p ist keine pauschale 10-Bit-Zusage

Die Pressemitteilung bewirbt 4K-HDR-Signale mit 60p und 10 Bit. Die Sony-Bedienungsanleitung von 2017, Nummer 4-725-444-01 schränkt die Darstellung jedoch ein: Für 3840 x 2160 und 4096 x 2160 bei 50/60p ist nur YCbCr 4:2:0 vorgesehen. Die Fußnote auf Seite 53 nennt eine 8-Bit-Darstellung. Signalannahme und tatsächlich dargestellte Farbtiefe dürfen deshalb nicht gleichgesetzt werden.

Für Filme und Spiele ist damit nicht nur die Auflösung entscheidend. Auch Bildrate, Farbabtastung und Farbtiefe müssen zum gewählten Signalformat passen. Der 4K-Hinweis allein belegt weder volle RGB-Farbübertragung bei 60p noch eine bestimmte Latenz.

VW385ES ergänzt die Baureihe mit Advanced Iris

Parallel kündigte Sony den VPL-VW385ES für 7.999,99 Dollar an. Dieser besitzt Advanced Iris und Picture Position Memories zum Speichern von Objektiveinstellungen. Beide Modelle bieten Reality Creation für Bildaufbereitung und Hochskalierung. Das größere Modell ist auf dem offiziellen Pressefoto abgebildet.

Archivhinweis: Preise und Produktvorstellung stammen aus September 2017 und beziehen sich auf die USA. Das Bild zeigt ausdrücklich den VPL-VW385ES, nicht den VPL-VW285ES.

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