Das LLVM-Projekt hat am 7. September 2017 die Version 5.0 seiner Compilerinfrastruktur veröffentlicht. In der offiziellen Release-Ankündigung nennt das Projekt unter anderem C++17-Unterstützung, Coroutinen, Verbesserungen bei Optimierungen sowie neue Compiler-Warnungen.
LLVM 5.0 bündelt Änderungen an LLVM selbst, Clang, LLD, LLDB und weiteren Bestandteilen der Toolchain. Die offiziellen Release Notes führen außerdem neue Werkzeuge wie opt-viewer.py auf. Das Skript verarbeitet YAML-Dateien mit Optimierungsaufzeichnungen und erzeugt daraus eine HTML-Ansicht.
Neue Funktionen für Zielplattformen und Diagnose
Die Release Notes nennen unter anderem erste Unterstützung für AMDs gfx9-GPU-Architektur, Verbesserungen für aktuelle ARM- und X86-Prozessoren sowie neue Optionen für die Codegenerierung. llvm-pdbutil ersetzt llvm-pdbdump als Werkzeug für die Arbeit mit Program Database Dateien und erweitert dessen bisherigen Einsatzbereich.
Für Spiele- und interaktive Medienprojekte ist LLVM 5.0 vor allem als Bestandteil reproduzierbarer C- und C++-Builds relevant. Die Compilerinfrastruktur wird in Toolchains für mehrere Zielplattformen eingesetzt. Der frühere Bericht zu LLVM 4.0 hatte bereits die Umstellung auf das neue Versionsschema und Verbesserungen bei ThinLTO beschrieben.
Mit LLVM 5.0 erhöhte das Projekt die Hauptversionsnummer erstmals um einen vollen Versionsschritt. Die Ausgabe stand als Quellcode und in vorgefertigten Paketen für mehrere Plattformen zum Download bereit. Die Release Notes weisen darauf hin, dass die Liste der Änderungen nicht vollständig ist.

