Neurable hat bei der SIGGRAPH 2017 mit Awakening eine VR-Demonstration zur Steuerung über Hirnsignale gezeigt. Firmenchef Ramses Alcaide erläutert die Objektauswahl ohne Handcontroller in einem Interview mit IEEE Spectrum vom 7. August.
Die Anwendung entstand mit estudiofuture. Eine HTC Vive erhält dafür ein Kopfband mit sieben Trockenelektroden. Die Software wertet ereigniskorrelierte Potentiale aus: Reaktionen des Gehirns auf bestimmte Reize, nicht beliebige Gedanken.
Virtuelle Objekte werden nacheinander durch kleine Animationen hervorgehoben. Aus der Reaktion auf das gewünschte Objekt leitet das System die Auswahl ab. UploadVR zeigt diese Auswahl in einer kurzen Aufnahme der Demonstration.
Visuelle Auswahl statt freies Gedankenlesen
Der Aufbau koppelt Eingabe und Darstellung eng miteinander. Ein Interface muss die möglichen Ziele passend hervorheben, damit die gemessene Reaktion einer Auswahl zugeordnet werden kann. Die Demonstration belegt keine allgemeine Erkennung frei formulierter Gedanken und liefert im Interview keine unabhängigen Leistungswerte.
Alcaide nennt VR-Spielhallen für 2018 als Ziel. Zum damaligen Stand ist das ein Plan, keine bestätigte Auslieferung. Der gezeigte Kopfband-Prototyp ist nur für die Vive vorhanden; weitere Headsets werden als mögliche spätere Anpassungen beschrieben.
Der Veranstalter führte Neurable im VR Village mit weiteren interaktiven Installationen. Der offizielle VR-Village-Trailer zeigt einen Überblick dieses Programms, nicht ausschließlich die Neurable-Technik.

