Sony geht gegen geleaktes PS4 SDK 4.5 und Homebrew-Berichte vor

\n

Sony hat im Juli 2017 versucht, eine geleakte Version des offiziellen Software Development Kit 4.5 für die PlayStation 4 aus dem Netz entfernen zu lassen. Der Bericht von Ars Technica beschreibt dabei nicht nur Maßnahmen gegen die Dateien selbst, sondern auch gegen Beiträge, die den Leak besprachen.

\n\n\n

Das offizielle PS4 SDK wird normalerweise nur autorisierten Entwicklern zusammen mit Development Kits bereitgestellt. Die enthaltene Dokumentation und die hardwarenahen Werkzeuge können laut dem Bericht Hinweise auf abgeschottete Systembereiche und mögliche Sicherheitslücken liefern. Sony hatte deshalb ein Interesse daran, die weitere Verbreitung der geleakten Version zu stoppen.

\n\n\n

Takedown-Meldungen erfassen auch Berichte

\n\n\n

Die Copyright-Meldungen richteten sich laut Ars Technica unter anderem gegen Forenbeiträge und Social-Media-Posts. Ein Beitrag von PlayStationHax enthielt nach eigener Darstellung weder die Dateien noch Downloadlinks, sondern Text und einen Screenshot aus dem Leak. Trotzdem verlangte Sonys beauftragte Agentur dessen Entfernung.

\n\n\n

Zusätzlich betraf eine Meldung ein quelloffenes Homebrew-SDK von CTurt. Dieses Projekt war bereits seit Jahren auf GitHub verfügbar und wurde für entsperrte PlayStation-4-Konsolen mit Firmware 1.76 beschrieben. Es handelte sich damit um ein separates Projekt und nicht um eine Kopie des offiziellen SDK 4.5.

\n\n\n

Proprietärer Leak und Open-Source-SDK bleiben getrennt

\n\n\n

Die geleakte Version des offiziellen SDK war zuvor unter dem Namen Kromemods veröffentlicht worden. Mehrere offensichtliche Downloadlinks verschwanden nach den Copyright-Meldungen, während einzelne Spiegelungen zunächst noch erreichbar blieben. Ars Technica erhielt von Sony zum Zeitpunkt des Berichts keine Stellungnahme.

\n\n\n

Für die Entwicklung von Konsolensoftware ist die Trennung der beiden Fälle entscheidend: Sony beanspruchte Rechte an den eigenen Dateien und der zugehörigen Dokumentation, während das Homebrew-Projekt auf eigenem Quellcode beruhte. Der ältere Bericht zum Start von PlayStation VR zeigt einen anderen Teil der damaligen PlayStation-Entwicklungsplattform, nämlich die offizielle Ausrichtung auf VR-Spiele und neue Hardware.

\n\n\n

Ars Technica berichtete außerdem, dass die offenen Maßnahmen auch Diskussionen über den Leak und Verweise auf die Dateien trafen. Eine juristische Bewertung des Homebrew-SDKs blieb im Bericht ausdrücklich von der Frage getrennt, ob die Nutzung einer entsperrten Konsole gegen Sonys Nutzungsbedingungen verstößt.

\n

Weitere News

Weitere News

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein