Eine Forschungsgruppe mit NVIDIA-Beteiligung untersucht Multi-Chip-GPUs als Alternative zu immer größeren Einzelchips. NVIDIA datiert die ISCA-Arbeit auf den 26. Juni 2017. Mehrere Module sollen für Software wie eine einzelne GPU erscheinen.
Vier Module, unterschiedlich teure Speicherzugriffe
Das Manuskript beschreibt vier Module mit insgesamt 256 Streaming Multiprocessors. Zugriffe auf entfernten Speicher kosten zusätzliche Zeit und Bandbreite. Ein Cache für entfernte Daten, verteilte Threadblock-Zuweisung und First-Touch-Seitenplatzierung sollen solche Zugriffe reduzieren.
Compute-Simulation statt Spielebenchmark
In einem NVIDIA-Simulator brachte die kombinierte Optimierung durchschnittlich 22,8 Prozent mehr Leistung als der einfache MCM-Entwurf. Untersucht wurden 48 Compute-Anwendungen. Neun liefen langsamer. Die Werte sind weder Messungen einer fertigen Grafikkarte noch eine Zusage höherer Spiele-Frameraten.
NVIDIA hatte separat Max-Q für Gaming-Notebooks vorgestellt. Diese Produktankündigung ist von der Architekturstudie zu unterscheiden.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert die Forschung von Juni 2017. Das Herstellerlogo ist ein Symbolbild, keine Aufnahme eines MCM-Prototyps.

