Google hat am 30. Mai 2017 angekündigt, die Unterstützung für Portable Native Client, kurz PNaCl, in Chrome einzustellen. Der Chromium-Blog nennt das Ende des ersten Quartals 2018 als Ziel. Ausgenommen bleiben Chrome-Apps und Erweiterungen.
PNaCl sollte nativen Code sicher und portabel im Browser ausführen. Google begründet den Wechsel mit der breiteren Unterstützung von WebAssembly durch mehrere Browser. Chrome und Firefox unterstützten WebAssembly zu diesem Zeitpunkt bereits nativ, während Microsoft Edge und Safari an Vorschauversionen arbeiteten.
WebAssembly für browserbasierte Spiele
Der Chromium-Blog nennt unter anderem einen Videoeditor im Browser und Spiele als Anwendungsfälle. Für Unity-Projekte im Web sollte WebAssembly eine höhere Bildrate ermöglichen, ohne auf ein proprietäres Browserverfahren angewiesen zu sein. Damit erhielt die Webplattform eine gemeinsame technische Basis für rechenintensive Anwendungen.
Die Entscheidung knüpft an die Entwicklung an, die bereits bei der WebAssembly-Unterstützung in Microsoft Edge beschrieben wurde. Bestehende PNaCl-Projekte sollten laut Google auf WebAssembly und die standardisierten Schnittstellen der Webplattform umsteigen.

