AMD hat am 16. Mai 2017 den Prozessor Ryzen Threadripper angekündigt. Die High-End-Desktop-Plattform soll im Sommer 2017 mit bis zu 16 Kernen und 32 Threads erscheinen und basiert auf AMDs Zen-Architektur.
Mit Threadripper erweiterte AMD die Ryzen-Familie um eine Plattform für besonders stark parallelisierte Desktop-Aufgaben. Zum Termin der Ankündigung nannte der Hersteller noch keine Modellbezeichnungen, Preise oder finalen Taktraten. Die Angaben zur Leistung und zur Verfügbarkeit blieben damit zunächst auf die Produktankündigung beschränkt.
Mehr Kerne für Rendering und Builds
Die zusätzliche Rechenleistung zielt auf Aufgaben wie 3D-Rendering, Videobearbeitung, Kompilierung und parallele Entwicklungsumgebungen. In Spieleproduktionen können solche Prozessoren vor allem bei Builds, der Verarbeitung großer Datenmengen und der Erstellung von Assets Vorteile bieten, sofern die eingesetzten Werkzeuge mehrere Threads nutzen.
Die Ankündigung folgte auf den Start der Ryzen-7-Prozessoren mit acht Kernen. Threadripper sollte darüber eine eigene Klasse für leistungsstarke Desktop-Systeme bilden und war nicht als Nachfolger der damaligen Ryzen-7-Modelle positioniert.
Start im Sommer 2017 angekündigt
AMD stellte die Markteinführung für den Sommer 2017 in Aussicht. Weitere Informationen zu Modellen, Plattform und Verfügbarkeit sollten zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Parallel kündigte AMD mit Epyc eine eigene Marke für Serverprozessoren an, die auf Rechenzentren und Cloud-Infrastrukturen zielte.

