Build 2017: Azure Cosmos DB startet mit fünf Konsistenzmodellen

Microsoft gab am 10. Mai 2017 auf der Build Azure Cosmos DB allgemein frei. Der verwaltete Datenbankdienst führt DocumentDB weiter und unterstützt zum Start Dokument-, Schlüssel-Wert- und Graphdaten. Als Schnittstellen nennt die Ankündigung DocumentDB SQL, die MongoDB-API, Gremlin und Azure Table Storage.

Bestehende DocumentDB-Kunden wurden mit ihren Daten in Cosmos DB überführt. Microsoft veröffentlichte außerdem das Interview Foundations of Azure Cosmos DB mit Leslie Lamport. Das offizielle Video begleitet die Vorstellung der verteilten Datenbanktechnik.

Fünf Konsistenzmodelle und reservierter Durchsatz

Der technische Überblick vom selben Tag beschreibt fünf Konsistenzmodelle: Strong, Bounded Staleness, Session, Consistent Prefix und Eventual. Entwickler wählen damit unterschiedliche Zusagen zur Sichtbarkeit replizierter Daten. Microsoft nennt eine Verfügbarkeitszusage von 99,99 Prozent.

Der Durchsatz wird in Request Units reserviert. Unterschiedliche Datenbankoperationen können unterschiedlich viele Einheiten verbrauchen. Das Kontingent ist deshalb nicht schlicht mit einer Anzahl beliebiger Abfragen gleichzusetzen.

Latenzangaben gelten innerhalb derselben Azure-Region

Für typische Objekte von einem Kilobyte nennt Microsoft am 99. Perzentil Lesezugriffe unter zehn und indizierte Schreibzugriffe unter 15 Millisekunden. Diese Angaben beziehen sich auf dieselbe Azure-Region. Sie sind weder eigene Messwerte noch eine weltweite Zusage für die gesamte Antwortzeit eines Spiels.

Einen Xbox-Bezug liefert die Launch-Mitteilung selbst: Cary Mitchell vom Microsoft-Team Xpander beschreibt Cosmos DB als Speicher für einen Dienst, der wichtige Abläufe in Windows und Xbox unterstützt. Seine Angaben zu verbesserter Zuverlässigkeit sind ein Unternehmensbericht, kein unabhängiger Vergleichstest.

Für Entwicklerteams sind Datenhaltung und Echtzeitsimulation getrennte Aufgaben. Eine Datenbank-SLA garantiert nicht automatisch eine bestimmte Spielerverbindung. Die gleichzeitig angekündigten Azure-Datenbanken für MySQL und PostgreSQL starteten zudem erst als Vorschauen; die allgemeine Freigabe von Cosmos DB gilt nicht für diese anderen Dienste.

Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert den Start im Mai 2017. Schnittstellen und Verfügbarkeitszusagen beschreiben den damaligen Stand, nicht das heutige Azure-Angebot.

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