Microsoft, Nintendo of America und Sony Interactive Entertainment fordern eine Ausnahme für Spielkonsolen von den geplanten US-Zöllen auf chinesische Waren. Sonys Rechtschefin Jennifer Liu vertrat die gemeinsame Position am 25. Juni 2019 vor dem Section-301-Ausschuss.
Die schriftliche Stellungnahme vom 17. Juni verlangt, die Konsolenposition 9504.50.00 von der vorgesehenen Zollliste auszunehmen.
Geringe Margen bei Konsolen
Liu erklärte, die Hersteller und Händler könnten zusätzliche Kosten wegen geringer Margen kaum auffangen. Mehr als 96 Prozent der 2018 in die USA importierten Konsolen seien in China hergestellt worden.
Die Unternehmen erwarten, dass teurere Geräte auch den Absatz von Spielen belasten könnten. Kleinere unabhängige Studios wären damit ebenfalls betroffen. Das ist eine Prognose der Hersteller, kein bereits festgestellter Schaden.
Microsoft hatte im April die laufwerklose Xbox One S All-Digital Edition vorgestellt. Auch beim digitalen Spielevertrieb bleibt die Konsole der Zugang zur Plattform.

