Google Jump: YI HALO bringt 17 Kameras für VR-Produktionen

Google hat am 24. April 2017 die zweite Generation der Jump-Kamera vorgestellt. Das gemeinsam mit dem Hersteller YI entwickelte Rig trägt den Namen YI HALO und richtet sich an die Produktion von 360-Grad- und Virtual-Reality-Aufnahmen.

17 Kameras und Vorschau per Android

Die YI HALO kombiniert 17 4K-Kameras, darunter eine nach oben gerichtete Einheit. Das Rig wiegt laut Google weniger als acht Pfund und erreicht mit dem internen Akku eine Laufzeit von rund 100 Minuten. Eine Android-App übernimmt die Fernsteuerung und zeigt eine Live-Vorschau der Aufnahmen.

YI beschreibt die HALO als mobiles Kamera-Rig, das für die Aufnahme kompletter 360-Grad-Szenen ausgelegt ist. Damit entsteht ein Werkzeug für Filmteams und Studios, die VR-Inhalte außerhalb klassischer Einzelkamera-Setups produzieren.

Jump Assembler verarbeitet die Aufnahmen

Für die Nachbearbeitung nutzt Google Jump Assembler. Die Software verbindet Computer-Vision-Verfahren mit der Google Cloud, um die Bilder der Kameras zu einem stereoskopischen 3D-360-Grad-Video zusammenzusetzen. Die Verarbeitungskette ist damit ebenso Teil des Produktionswerkzeugs wie die Kamera selbst.

Die Kombination aus Aufnahmehardware und automatisierter Verarbeitung ergänzt die zuvor geöffnete Surround-360-Lösung von Facebook. Der ältere Ansatz setzte ebenfalls auf 17 Kameras und eine Verarbeitungskette für VR-Inhalte, während Google bei der YI HALO die mobile Nutzung und die Cloud-Verarbeitung in den Mittelpunkt stellt. Weitere technische Eckdaten zur damaligen Surround-360-Lösung sind im Bericht zur offenen VR-Kamera dokumentiert.

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